Ganzheilpraxis Markus Gräf, Heilpraktiker in Erlangen

Aktu­el­les

Mir ist die­se Woche in einem Ter­min wie­der ein­mal klar gewor­den, wie leicht Fehlei­schät­zun­gen bezüg­lich der Ein­nah­me „natur­heil­kund­li­cher“ Prä­pa­ra­te gemacht wer­den. Ganz ver­ein­facht: „Homöo­pa­thi­sche Mit­tel“ ent­hal­ten (min­des­tens ab „D6“ auf­wärts über­haut kei­nen Wirk­stoff. Sie kön­nen also auch kei­ne Wech­sel­wir­kun­gen mit ande­ren Mit­teln, und auch kei­ne Neben­wir­kun­gen haben, da die­se Mit­tel aus rei­nem Haus­halts­zu­cker bestehen und sonst nichts ent­hal­ten. Je höher die „Potenz“, des­to rei­ner ist das Zucker­kü­gel­chen, also des­to siche­rer ist auch wirk­lich kein ein­zi­ges Mole­kül des ultra-ver­dünn­ten Aus­gangs­stof­fes ent­hal­ten. Auf­grund der sehr ein­deu­ti­gen Stu­di­en­la­ge zur Unwirk­sam­keit die­ser „Mit­tel“ ver­wen­de ich die­se nicht, aber man­che Pati­en­ten, die mich auf­su­chen, tun dies seit lan­ger Zeit. Daher die­se Info.

Pflanz­li­che Arz­nei­mit­tel ent­hal­ten Wirk­stof­fe, in Extrak­ten sind die­se teils hoch kon­zen­triert. Daher kön­nen selbst­ver­ständ­lich, wie bei allen Wirk­stof­fen, egal ob sie syn­the­ti­schen oder natür­li­chen Ursprungs sind, Wech­sel­wir­kun­gen, Neben­wir­kun­gen, etc. auf­tre­ten. Für eini­ge Wirk­stof­fe ist dies sehr gut erforscht. Bei­spiels­wei­se beein­träch­tigt Johan­nis­kraut, wel­ches manch­mal als „sanf­tes Mit­tel“ bei depres­si­ven Ver­stim­mun­gen ein­ge­nom­men wird, die Wir­kung ande­rer Medi­ka­men­te bis hin zu deren Unwirk­sam­keit (Vor­sicht bei ora­len Kon­tra­zep­ti­va, etc!) Ich wei­se mei­ne Pati­en­ten auf die­se Umstän­de hin, aber nicht jeder, der auf mei­nen Sei­ten Infos sucht, ist mein Pati­ent, daher erwäh­ne ich die­se Tat­sa­chen gern so oft es geht.

Ver­meint­li­che „Kin­der­krank­hei­ten“ kön­nen schwers­te Ver­läu­fe anneh­men, denen ein­zig und allein mit Schutz­imp­fun­gen vor­zu­beu­gen ist. Offen­bar gibt es immer noch den einen oder ande­ren „Kol­le­gen“, der den Irr­sinn, der in man­chen soci­al media Grup­pen ver­bei­tet wird, unter­stützt, die mit den absur­des­ten Begrün­dun­gen von Imp­fun­gen abra­ten. Hier wer­den ver­meint­lich gif­ti­ge Inhalts­stof­fe genannt, die in all­täg­li­chen Lebens­mit­teln in höhe­rer Kon­zen­tra­ti­on ent­hal­ten sind als in einem Impf­stoff, den man ein­ma­lig oder im Abstand von vie­len Jah­ren bekommt. Hier­für habe ich nicht das gerings­te Ver­ständ­nis, denn die­se Per­so­nen sind für Ent­wick­lun­gen wie die­se mit­ver­ant­wort­lich: (Link) und genie­ßen gleich­zei­tig durch die geimpf­ten Per­so­nen im Umfeld einen Her­den­schutz, den sie wie­der­um als Grund her­an­zie­hen, Imp­fun­gen als unnö­tig anzu­se­hen (ich hof­fe, jeder bemerkt das zugrun­de lie­gen­de Para­do­xon). Auch wur­de ich kürz­lich tat­säch­lich erst gefragt, ob es die Mög­lich­keit „homöo­pa­thi­scher Imp­fun­gen“ gibt. Nein, das Immun­sys­tem wird kei­ne Anti­kör­per gegen ein bestimm­tes Virus bil­den, wenn man Zucker lutscht!

5. August 2018, Markus Gräf