Ganzheilpraxis Markus Gräf, Heilpraktiker in Erlangen

Dia­be­tes mel­li­tus und ande­re Stoff­wech­sel­er­kran­kun­gen, die zu Volks­krank­hei­ten wur­den

Neben Stres­ser­kran­kun­gen sind Stoff­wech­sel­er­kran­kun­gen die gro­ßen Volks­krank­hei­ten gewor­den. Und die­se wer­den häu­fig durch Stress aus­ge­löst oder ver­schlim­mert, was an der erhöh­ten Cor­ti­sol-Aus­schüt­tung (ein Stress­hor­mon aus der Neben­nie­ren­rin­de, wel­ches lebens­not­wen­dig ist, aber bei dau­er­haft  erhöh­ten Plas­ma­spie­geln die glei­chen Neben­wir­kun­gen wie eine lang­fris­ti­ge Cor­ti­son-Ein­nah­me wirkt).

Es gibt auch eini­ge gene­tisch beding­te Stoff­wech­sel­er­kran­kun­gen, deren Details, weil sie für Bio­che­mi­ker so ein inter­es­san­tes For­schungs­ge­biet sind, im Medi­zin­stu­di­um gern sehr breit geprüft wer­den, aber die meis­ten davon sind in der Bevöl­ke­rung eine Rari­tät.

Ganz im Gegen­satz zum Dia­be­tes mel­li­tus (auf Deutsch: „honig­sü­ßer Durch­gang“, weil ab einer bestimm­ten Blut­zu­cker­schwel­le Glu­co­se im Urin erscheint) vom Typ II (die Bauch­spei­chel­drü­se funk­tio­niert wei­ter­hin und pro­du­ziert Insu­lin, doch die­ses wirkt nicht mehr aus­rei­chend an sei­nen Rezep­to­ren der Kör­per­zel­len, sodass weni­ger Glu­co­se in die Zel­len auf­ge­nom­men und ver­wer­tet wer­den kann. Dadurch steht weni­ger Ener­gie zur Ver­fü­gung und der Blut­zu­cker­spie­gel steigt an. Dies schä­digt nach und nach die klei­nen Blut­ge­fä­ße und Ner­ven­endi­gun­gen, was zum dia­be­ti­schen Fuß, zur Reti­no­pa­thie (Netz­haut­schä­den, die zur Erblin­dung füh­ren kön­nen) und zu Impo­tenz und Inkon­ti­nenz füh­ren kann.

Hier wer­den schul­me­di­zi­nisch schnell Dau­er­me­di­ka­tio­nen ver­ab­reicht, die für eini­ge Zeit die Glu­co­se­ver­wer­tung ver­bes­sern kön­nen, aber die Ursa­che nicht behe­ben. Meist lässt die Wir­kung nach eini­gen Jah­ren nach und es ent­steht ein insu­lin­pflich­ti­ger Dia­be­tes mel­li­tus, bei dem man auf die Injek­ti­on von künst­li­chem Insu­lin ange­wie­sen ist. Ab die­sem Zeit­punkt ist eine Rück­bil­dung meist nicht mehr mög­lich.

Eine recht­zei­ti­ge pro­fes­sio­nel­le Umstel­lung der Lebens­ge­wohn­hei­ten, ins­be­son­de­re die Erstel­lung und das kon­se­quen­te Ein­hal­ten eines ent­spre­chen­den Ernäh­rungs­plans und die kör­per­li­che Akti­vie­rung kann einen begin­nen­den Dia­be­tes mel­li­tus vom Typ II hin­ge­gen tat­säch­lich stop­pen und sogar wie­der zurück­bil­den.

Ande­re Stoff­wech­sel­stö­run­gen, die sehr häu­fig ernäh­rungs­be­dingt sind, sind Fett­stoff­wech­sel­stö­run­gen (Hyper­t­ri­gly­ce­ri­dä­mie – zu hohe Blut­spie­gel an Neu­tral­fet­ten), die eben­falls mit dem Dia­be­tes mel­li­tus ver­ge­sell­schaf­tet sind, sowie die Hyper­cho­le­ste­rin­ämie (zu hohe Cho­le­ste­rin­spie­gel, bzw. ungüns­ti­ges HDL/LDL-Ver­hält­nis). Die­se sind neben dem Rau­chen die Haupt­ri­si­ko­fak­to­ren für die Arte­rio­skle­ro­se mit all ihren Spät­fol­gen wie Schlag­an­fall und Herz­in­farkt.

Auch hier kön­nen neben geziel­ter und labor­ge­stütz­ter Ernäh­rungs­um­stel­lung meh­re­re syn­er­ge­ti­sche Maß­nah­men zum Teil deut­li­che Sen­kun­gen erzie­len. Zu die­sen Maß­nah­men gehört die Ver­sor­gung mit den rich­ti­gen Vital­stof­fen, die die Enzy­me, wel­che für die Fett­ver­wer­tung benö­tigt wer­den, akti­vie­ren, sowie die reich­li­che Zufuhr von „guten“, lebens­not­wen­di­gen Fett­säu­ren.

Aktualisiert: markus, 30. Dezember 2017