Ganzheilpraxis Markus Gräf, Heilpraktiker in Erlangen

Hyp­no­se

Da ich regel­mä­ßig fol­gen­de Fra­ge zur Hyp­no­se gestellt bekom­me: „Bin ich wäh­rend einer Hyp­no­se-Sit­zung weg­ge­tre­ten, oder kann ich da mani­pu­liert wer­den?“ Nein! Die­se Befürch­tung wird sehr häu­fig geäu­ßert, weil lei­der manch­mal die Spiel­chen von Show­hyp­no­ti­seu­ren mit der kli­ni­schen Hyp­no­sethe­ra­pie ver­mischt, oder gar ver­wech­selt wer­den. Wäh­rend einer Hyp­no­se­sit­zung zu the­ra­peu­ti­schen Zwe­cken befin­det sich der Kli­ent in einem ent­spann­te­ren Zustand als gewöhn­lich, doch er ist bei vol­lem Bewusst­sein und bekommt jedes von Hyp­no­ti­seur gespro­che­ne Wort, jede ein­zel­ne Sug­ges­ti­on, voll mit. Es ist nicht mög­lich, den Kli­en­ten in die­sem Zustand gegen sei­nen Wil­len zu beein­flus­sen Show­hyp­no­ti­seu­re brin­gen Assis­ten­ten mit, die dann z.B. „zufäl­lig“ aus dem Publi­kum aus­ge­wählt wer­den. Die­se wur­den in der Regel schon vor­her in Tran­ce ver­setzt, sodass es für den Zuschau­er so aus­sieht, als ob sie inner­halb von Sekun­den in eine Tran­ce fal­len und qua­si „fern­ge­steu­ert“ wer­den kön­nen. Das ist rei­ne Show, und hat mit kli­ni­scher Hyp­no­se wie gesagt nicht das Gerings­te zu tun.

Was kann mit Hyp­no­se erreicht wer­den? Wäh­rend einer Hyp­no­se­sit­zung befin­den Sie sich in einem ange­neh­men Ent­span­nungs­zu­stand, man spricht von einer Tran­ce, die in ver­schie­de­nen Tie­fen mög­lich ist, je nach­dem, was man errei­chen möch­te. Sie kön­nen sich das in etwa mit dem Zustand kurz vor dem Ein­schla­fen vor­stel­len, doch schla­fen Sie hier­bei nie­mals ein.

In die­sem Zustand ist es mög­lich, das Wach­be­wusst­sein zu umge­hen und viel direk­ter mit den unbe­wuss­ten Antei­len zu kom­mu­ni­zie­ren, also die Wün­sche, Ängs­te, Antrie­be des Unter­be­wuss­ten sicht­bar zu machen, und glei­cher­ma­ßen zu beein­flus­sen. So kön­nen gera­de tief­sit­zen­de Ängs­te, unge­lieb­te Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten, „schlech­te Ange­wohn­hei­ten“, derer man sich ger­ne ent­le­di­gen wür­de, viel leich­ter beein­flusst wer­den, als dies mit dem Wil­len des Wach­be­wusst­seins mög­lich wäre. Auch ist es in einer Tran­ce oft über­haupt erst mög­lich, die (oft lan­ge ver­gan­ge­nen) Ursa­chen für die eine oder ande­re Angst oder Ange­wohn­heit her­aus­zu­fin­den. Ganz klas­sisch und sehr häu­fig wird die Hyp­no­se zur Unter­stüt­zung bei der Rau­cher­ent­wöh­nung oder bei der Behand­lung von Pho­bi­en, aber auch zur Erlan­gung eines bes­se­ren Selbst­ver­trau­ens und zur „Cha­rak­ter­ver­ede­lung“ ein­ge­setzt, da es hier­bei sehr viel leich­ter und schnel­ler funk­tio­niert, unge­lieb­te Eigen­schaf­ten – per­sön­li­che „Schwä­chen“ abzu­stel­len und Wunsch­ei­gen­schaf­ten auf­zu­bau­en.

Ger­ne kön­nen Sie zu einer Hyp­no­se­sit­zung Ihren Part­ner mit­brin­gen, falls Sie sich am Anfang in des­sen Beglei­tung woh­ler füh­len.

Ich gebe auch Kur­se in Hyp­no­se- und Selbst­hyp­no­se­tech­ni­ken. Indi­vi­du­ell, zu zweit, oder in in Kleinst­grup­pen. Da ich die Grund­hal­tung ver­tre­te, dass jeder die Macht über sich selbst und sei­ne Gesund­heit (zurück) erhal­ten soll, solan­ge er sich selbst und ande­ren damit kei­nen Scha­den zufügt, sind gera­de Ver­fah­ren wie effek­ti­ve Ent­span­nungs- und Medi­ta­ti­ons­tech­ni­ken, aber auch die Auto-(Selbst-)hypnose sehr hilf­rei­che Mit­tel in unzäh­li­gen Situa­tio­nen. Und jeder hat das Recht, sie bei sich selbst und sei­ner Fami­lie anzu­wen­den.

Außer­dem habe ich eine Metho­de ent­wi­ckelt, die die klas­si­sche Hyp­no­se mit Medi­ta­ti­ons­tech­ni­ken kom­bi­niert. Hier wird man in die Lage ver­setzt, sehr effek­tiv über sich selbst zu reflek­tie­ren und Ant­wor­ten aus den Tie­fen des Unter­be­wusst­seins zu fin­den, und dies mit etwas Übung auch ohne „Füh­rung“ durch einen Hyp­no­ti­seur, also allein zuhau­se anwen­den zu kön­nen. Vie­le Pro­ble­me des Lebens, die wir alle ken­nen, wie Zukunfts­ängs­te, Lie­bes­kum­mer, zwi­schen­mensch­li­che Schwie­rig­kei­ten, Stress­zu­stän­de, Trau­er, etc., kön­nen so durch­leuch­tet und damit viel kla­rer wer­den, was deren Bewäl­ti­gung enorm erleich­tern kann.

Aktualisiert: markus, 30. Dezember 2017